Naturschutzzentrum GroitzschÜber uns

Das NABU-Naturschutzzentrum Groitzsch

Das Naturschutzzentrum Groitzsch nahe Borna ist die erste Station des NABU Sachsen überhaupt. Das ehemalige Gartengrundstück wurde mit Kleinstbiotopen naturnah gestaltet, unter anderem mit einem Teich, Obstbäumen, Wildkräuterwiese, Trockenmauern und einer Insektenwand. Mehrere Beete demonstrieren die Möglichkeiten ökologischer Anbauweisen im Kleingarten. Individuell gestaltete Schautafeln informieren über Tier- und Pflanzenarten der Kultur- und Bergbaufolgelandschaft des Südraumes Leipzig. Unter einem dichten Weidenbogen hindurch gelangt man zum Ausstellungsgebäude. Hier erwarten die Besucher mehrere Dioramen, in denen präparierte Vögel ihren natürlichen Lebensräumen beziehungsweise Biotoptypen zugeordnet wurden: naturnahes Gewässer, Röhricht, Wiese und Hecke, Wald, Brutvögel sowie Arten der Bergbaufolgelandschaft.

Hauswandbegrünungen schützen vor Witterungseinflüssen und reinigen die Luft indem sie z. B. Staub binden - Foto: Andrea Just
Greifvogel-Infotafel am Giebel des Gebäudes - Foto: Andrea Just
Der rustikale Lehmbackofen strahlt Gemütlichkeit aus - Foto: Andrea Just
Der Natur-Teich versteckt sich zwischen üppigem Grün - Foto: Andrea Just
Die kleine Bank lädt zum Verweilen ein - Foto: Andrea Just
Weidenflechtzäune eignen sich sehr gut als Windschutz und bieten vor allem Insekten Unterschlupf - Foto: Andrea Just
In freiwachsenden Hecken finden Vögel, Kleinsäuger und Reptilien Nistplatz und Versteck - Foto: Andrea Just
Der naturnah gestaltete Teich bietet Lebensraum für zahlreiche ans Wasser gebundene Tier- und Pflanzenarten - Foto: Andrea Just
Ein Stück Benjeshecke - Foto: Andrea Just

Umweltbildung für Kinder und Erwachsene

Die Arbeit der Naturschutzstation ist vor allem auf die Durchführung von Umweltbildungsveranstaltungen ausgerichtet, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern. Bei Exkursionen werden Kenntnisse zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt vermittelt. Auch bei praktischen Arbeiten, wie dem Anbringen von Nistkästen oder bei der Apfelernte auf Streuobstwiesen, sind Kinder und Jugendliche dabei. Einmal monatlich treffen sich dafür die „Naturdetektive“ in der Naturschutzstation.

Auch zahlreiche Schul- und Kindergartengruppen besuchen jedes Jahr die Station. Sie widmen sich dabei unterschiedlichen Naturschutzthemen oder nehmen an speziellen Projekten wie „Natur zum Anfassen“ oder den „Naturerlebnistagen“ teil (gefördert von enviaM bzw. Mibrag). Hier erleben und erfahren Schulklassen kostenlos an einem erlebnisreichen und spannenden Tag viel Wissenswertes über Naturzusammenhänge, Pflanzen und Tiere. Daneben gibt es traditionelle Veranstaltungen, wie den Tag der offenen Tür, die Vogelstimmenführung zu Pfingsten sowie die regionale Obstausstellung mit der Bestimmung mitgebrachter Obstsorten.

Die Zwischenräume der stufengeschichteten Steine der Trockenmauer bieten Pflanzen und Tieren günstige Lebensbedingungen - Foto: Andrea Just
Ein Komposthaufen schließt den Stoffkreislauf in der Natur und sorgt für eine natürliche Düngung - Foto: Andrea Just
Die Kräuterspirale bietet Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Standortansprüchen Platz - Foto: Andrea Just
Eine Insektennistwand – hübsch anzusehen und sehr nützlich - Foto: Andrea Just
Blick über den sehr naturnah gestalteten Garten - Foto: Andrea Just
Auf den Beeten finden sich allerhand Nutz- und Zierpflanzen - Foto: Andrea Just
In einer ruhigen Ecke des Naturschutzzentrums Groitzsch befindet sich eine Voliere in der Steinkäuze leben - Foto: Andrea Just

Angebote für Projekttage und Führungen können über die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e. V. unter Tel. 03433 741150 erfragt werden. Ein Höhepunkt im Jahresprogramm ist das Storchenfest, das immer dann gefeiert wird, wenn der Storch aus Afrika zurückgekehrt ist. Exkursionen in die umliegenden ehemaligen Bergbaugebiete, Führungen durch das Naturschutzzentrum und Lichtbildervorträge werden durchgeführt, bei Abendveranstaltungen wird oft frisches Brot aus dem rustikalen Lehmbackofen angeboten.

Das Naturschutzzentrum ist ein Gemeinschaftsprojekt der NABU-Regionalgruppe Südraum Leipzig und der NABU-Fachgruppe „Ornithologie und Naturschutz“ Groitzsch.


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